NEWSLETTER NR. 04/2016

Liebe Leserinnen und Leser,

die gute Nachricht zum Jahresende für die kommunale Bildung in Hessen lautet: Die Transferagentur Hessen wird die hessischen Landkreise und Städte auch in den kommenden fünf Jahren weiter auf ihrem Weg zur Bildungslandschaft begleiten. Diese Verlängerung der Laufzeit der Transferinitiative und der Transferagenturen verkündete Bundesministerin Johanna Wanka zur Eröffnung der zweiten Bundeskonferenz im Rahmen der Transferinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Und die hessischen Kommunen sind auch schon auf einem guten Weg zur kommunalen Bildungslandschaft. So werden insgesamt elf hessische Kommunen von der Transferagentur bereits als feste Partner begleitet. Sechs davon bekommen über das BMBF-Förderprogramm "Bildung integriert" Unterstützung. 23 Kommunen in Hessen werden durch das Programm "Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte" mit personellen Ressourcen ausgestattet. Vor diesem Hintergrund schauen wir also noch ein Stückchen zuversichtlicher als ohnedies auf das kommende Jahr.

2017 starten die Veranstaltungen der Transferagentur Hessen im Februar; ich freue mich, wenn wir uns dort sehen. Bis dahin wünsche ich Ihnen besinnliche Feiertage und einen gesunden Rutsch ins neue Jahr!

Doch jetzt erst einmal viel Vergnügen bei der Lektüre.

Felicitas von Küchler
Projektleiterin Transferagentur Hessen




Bundeskonferenz Bildungsmanagement 2016: Transferinitiative um fünf Jahre verlängert

Rede der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka

Rede der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka

Zur Eröffnung der Bundeskonferenz Bildungsmanagement 2016 am 7. und 8. November in Berlin hat Bundesministerin Johanna Wanka angekündigt, die "Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement" um weitere fünf Jahre zu verlängern. Damit kann auch die Transferagentur Hessen die hessischen Landkreise und Städte langfristig weiter auf ihrem Weg zur Bildungslandschaft begleiten. Wie das Programm auf der Konferenz außerdem gestaltet war und welche Rolle die Kommunen aus Hessen dort einnahmen, erfahren Sie hier.




Bildung für Zugewanderte: Hessische Koordinatorinnen und Koordinatoren in den Startlöchern

Bildungszugänge und -angebote für Neuzugewanderte zu schaffen und zu vereinfachen: das ist die Aufgabe der kürzlich eingestellten kommunalen Bildungskoordinatoren und Bildungskoordinatorinnen in Hessen. Die seit Mitte 2016 auf Grundlage der Förderrichtlinie "Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Fachleute wurden in nahezu 80 Prozent aller Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland beantragt und in weiten Teilen auch schon bewilligt. So werden bisher bereits in über 300 Kommunen in Deutschland Koordinatorinnen und Koordinatoren vom BMBF finanziert.

Das Tätigkeitsfeld der kommunalen Koordination ist dabei ein weites: Angefangen bei der kreisweiten Bestandsaufnahme der Bildungsangebote formeller wie auch informeller Art, über den Auf- und Ausbau von Netzwerken zwischen Bildungsbeteiligten, kommunaler Verwaltung, Ehrenamtlichen und Bildungsnutzerinnen und -nutzern, bis zur Initiierung neuer Maßnahmen – die Aufgaben sind vielfältig und umfangreich.

Auch in Hessen haben in den letzten Monaten neue Koordinationsfachkräfte ihre Arbeit aufgenommen. In zwölf von 26 Kreisen und kreisfreien Städten haben sie schon losgelegt, weitere elf haben eine Förderung beantragt und wollen in den kommenden Monaten mit der Koordinierung beginnen. Dementsprechend werden zusätzliche Bedarfe und neue Fragen aufkommen, die auch die Transferagentur Hessen in ihrem Angebot für die hessischen Kommunen im Blick hat.




Odenwaldkreis: Start im Förderprogramm "Bildung integriert"

Kreisbeigeordneter Dr. Michael Reuter MdL a. D. (l.) und Felicitas von Küchler, Leiterin Transferagentur Hessen (r.), unterzeichnen die Zielvereinbarung.

Kreisbeigeordneter Dr. Michael Reuter MdL a. D. (l.) und Felicitas von Küchler, Leiterin Transferagentur Hessen (r.), unterzeichnen die Zielvereinbarung. Foto: Pressedienst Odenwaldkreis

Die Bewerbung des Odenwaldkreises um die Aufnahme in das Bundesprogramm "Bildung integriert" war erfolgreich. Das Programm, das von der Europäischen Union und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung kofinanziert wird, soll den Kreis dabei unterstützen, seine kommunale Bildungslandschaft auszubauen, um die Bildungsangebote besser steuern und passgenau auf den Bedarf der Bürgerinnen und Bürger abstimmen zu können. Begleitung beim nachhaltigen Auf- und Ausbau seiner kommunalen Bildungslandschaft erfährt der Odenwaldkreis dabei von der Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Hessen.

Mehr Informationen




Dokumentation: Workshop Methoden zu Bestandsaufnahme und Akteursvernetzung vom 30.11.2016

Interessierte Teilnehmende informieren sich zum Thema Bestandsaufnahme

Interessierte Teilnehmende informieren sich zum Thema Bestandsaufnahme

Mit dem Workshop "Durchblick in der kommunalen Angebotslandschaft - Methoden zu Bestandsaufnahme und Akteursvernetzung" reagierte die Transferagentur Hessen auf die geäußerten Wünsche der neu eingestellten hessischen Bildungskoordinatoren und Bildungskoordinatorinnen. So wurde am 30. November 2016 eine umfassende Einführung in die Bündelung und Darstellung von Bildungsangeboten und Bildungsbeteiligten einer Region oder Kommune angeboten. Die Veranstaltung war sehr schnell ausgebucht, weshalb sie voraussichtlich 2017 wiederholt wird. Zusammenfassung des Workshops




Dokumentation: Fachtag Frühe Bildung vom 11.10.2016

Haus am Dom in Frankfurt a.M.

Haus am Dom in Frankfurt a.M.

Über 70 kommunale Vertreterinnen und Vertreter folgten der Einladung durch die Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Hessen zum Fachtag "Kommunen gestalten: Frühe Bildung" am 11. Oktober 2016 in Frankfurt am Main. Um ein möglichst breit angelegtes Themenspektrum in einer hohen Methodenvielfalt bieten zu können, wurde die Veranstaltung sowohl mit theoretischen als auch praktischen Elementen konzipiert. Dabei reichten die Inhalte von Familienzentren, über die nachweisliche Wirkung früher Bildung und Qualitätsentwicklung in Kitas bis zur Integration durch frühe Bildung. Eine detailliertere Dokumentation über die Gestaltungsspielräume von Kommunen im Bereich der frühkindlichen Bildung liegt vor.




Dokumentation: Workshop Bildungszusammenarbeit unter kommunalen Nachbarn vom 06.10.2016

Unter dem Titel "Gemeinsam mehr erreichen: Bildungszusammenarbeit unter kommunalen Nachbarn" trafen sich am 06. Oktober 2016 Teilnehmende aus fünf Landkreisen und drei kreisangehörigen Städten und Gemeinden zum Workshop der Transferagentur Hessen im Kreishaus des Lahn-Dill-Kreises. Dort wurde die Einbeziehung von Nachbarkommunen anhand von Leitfragen sowie der Nutzen von Kooperation diskutiert. Anschließend wurden gemeinsam erste Schritte für eine Zusammenarbeit ausgelotet. In der abschließenden Diskussion äußerten die Teilnehmenden ihr Interesse, dass die Transferagentur Hessen Kommunen bei der Kooperation begleitet. Mehr Details zur Veranstaltung finden Sie in unserer Dokumentation.




Dokumentation: Workshop Integration durch Bildung vom 30.09.2016

Koordinationsfachkräfte beim Workshop "Integration durch Bildung gemeinsam gestalten"

Koordinationsfachkräfte beim Workshop "Integration durch Bildung gemeinsam gestalten"

Die ersten neu eingestellten Bildungskoordinatoren und Bildungskoordinatorinnen trafen sich am 30. September 2016 auf Einladung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) und der Transferagentur Hessen mit den hessischen WIR-Koordinationskräften und den leitenden kommunalen Fachkräften für Integration und Diversität. Im Zentrum des halbtätigen Workshops in Offenbach standen das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch der Bildungs- und WIR-Koordinationskräfte der jeweiligen hessischen Landkreise.




Erste Gruppencoachings für das "Bildung integriert"-Personal

Mit zwei aufeinander aufbauenden Coachingworkshops im August und Oktober dieses Jahres startete ein intensives Unterstützungsangebot für das Personal in Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring der sechs mit der Transferagentur kooperierenden "Bildung integriert"-Kommunen. Jede Coaching-Einheit umfasste dabei einen Mix aus intensiver Schulung, kollegialem Austausch und fachlicher Diskussion und gab viel Raum zur Eigen- und Gruppenarbeit sowie zur anschließenden Diskussion von Ergebnissen, Fortschritten oder Hemmnissen. Im Gruppencoaching 2016 vertieften die Teilnehmenden ihre Kenntnisse zum Konzept der Bildungslandschaft mit dem Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel der verschiedenen Funktionsbereiche im Kommunalen Bildungsmanagement. Auf dieser Basis setzten sie sich auch mit ihren Rollen, Aufgaben und Handlungsspielräumen auseinander und erarbeiteten schließlich einen Fahrplan zur Identifizierung von Schlüsselspielern für die verwaltungsinterne Kooperation. Die Transferagentur Hessen reagiert mit dem Gruppencoaching-Angebot bedarfs- und umsetzungsorientiert auf die Nachfrage, die aus den Kommunen an sie herangetragen worden ist, und freut sich über die positive Resonanz der Teilnehmenden. Aufgrund der erfolgreichen Einführung dieses Formats ist eine Fortsetzung im nächsten Jahr fest eingeplant.




Veranstaltungen 2017: erster Ausblick

Einen bunten Strauß an Veranstaltungen bietet die Transferagentur Hessen bereits im ersten Quartal des neuen Jahres. Dieser reicht von Gruppencoachings für die Steuerungsebene (Februar 2017) und zum Thema verwaltungsinterne Kooperation für Bildungsmonitoring und -management (März 2017) über ein Seminar zum Bildungsmonitoring (Februar 2017) bis zu einem Workshop zur Stiftungszusammenarbeit (März 2017). Da die Bedarfe der hessischen Kommunen stetes Leitmotiv der Transferagentur Hessen sind, ist die Veranstaltungsplanung entsprechend flexibel angelegt. Es lohnt sich also, die aktuelle Terminübersicht im Auge zu behalten.




IQB-Bildungstrend 2015 - ausgewählte Ergebnisse für Hessen

Quelle: Präsentationsfolien des IQB zur Pressekonferenz, Folie 12

Quelle: Präsentationsfolien des IQB zur Pressekonferenz, Folie 12

Das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin hat im Oktober 2016 zum zweiten Mal eine Untersuchung zu den sprachlichen Kompetenzen am Ende der neunten Jahrgangsstufe im Ländervergleich vorgelegt. In der repräsentativen Stichprobe haben sich die sprachlichen Kompetenzen der hessischen Schülerinnen und Schüler seit 2009 ungleich entwickelt: Während in den Fächern Englisch und Französisch die Leistungen der Schüler in der Untersuchung von 2015 im Bundesvergleich durchschnittlich und sogar überdurchschnittlich ausfielen, ist gleichzeitig der Anteil derjenigen gestiegen, die im Fach Deutsch den Mindeststandard verfehlen. Eine Zusammenfassung der Studie sowie weiterführende Links finden Sie hier.




Neue Handreichungen des Netzwerks Stiftungen und Bildung

Handreichung "Förderprogramme zur Integration von Neuzugewanderten durch Bildung"

Handreichung "Förderprogramme zur Integration von Neuzugewanderten durch Bildung"

Das Netzwerk Stiftungen und Bildung im Bundesverband Deutscher Stiftungen hat auf seiner Internetpräsenz zwei neue Arbeitsmaterialien veröffentlicht: Zum einen präsentiert die 60 Seiten starke Online-Publikation "Förderprogramme zur Integration von Neuzugewanderten durch Bildung" steckbriefartig eine Auswahl verschiedener Bundes- und Landesprogramme und liefert darüber hinaus auch dezidierte Anmerkungen zu Chancen und Anknüpfungspunkten für Stiftungen und andere zivilgesellschaftliche Akteure. Zum anderen bietet die "Checkliste Kooperationen" einen hilfreichen Wegweiser für Kommunen, Stiftungen und andere lokale Akteure für die erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Gestaltung einer kommunalen Bildungslandschaft. Beide Publikationen stehen frei zum Download bereit, die Checkliste kann zudem auch in gedruckter Form kostenfrei angefordert werden.




Impressum

Herausgeber:
Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Hessen
INBAS Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik GmbH
Herrnstraße 53, 63065 Offenbach am Main
Tel.: +49(0)69 27224-0, Fax: +49(0)69 27224-30, E-Mail: info@inbas.com

Geschäftsführer: Dr. Wolfgang Schlegel, Joachim Winter, Registergericht: Amtsgericht Offenbach, HRB Nr. 11487, USt-IdNr.: DE 162655538, Internet: www.inbas.com 

Kontakt: Felicitas von Küchler Tel.: +49(0)69 27224-750, E-Mail: info@transferagentur-hessen.de, Internet: www.transferagentur-hessen.de 

Kopfgrafik: WERBEAGENTUR Konzept-fünf - Design und Werbung, Offenbach, www.konzept-fuenf.de
Fotos: INBAS GmbH, Pressedienst Odenwaldkreis, STORCH - Agentur für Pressefotografie