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Fokus Sozialraum: Indexbildung im kommunalen Bildungsmonitoring

Art: Fachgruppe
Ort: INBAS GmbH,
Herrnstraße 53,
63065 Offenbach
Datum: 31.01.2019
Uhrzeit: 10:30–16.00 Uhr
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Zunehmend reagieren Kommunen auf soziale und gesellschaftliche Segregationsszenarien mit integrierten Planungsansätzen, die den Fokus auf belastete Räume richten. Immer häufiger trifft das auch auf die kommunale Bildungsberichterstattung zu. Nach unserem Auftaktseminar "Fokus Sozialraum" vom 21.06.2018 haben wir diesen Trend in der Fachgruppe Bildungsmonitoring weiter vertieft. Dem sozialräumlichen Ansatz wird unterstellt, ein elementares Werkzeug für ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement zu sein, bei dem mehr und mehr die Entwicklung von Indizes angestrebt wird. Ein Index soll dabei helfen, die soziale Belastung in bestimmten Räumen oder die soziale Zusammensetzung der Besucher von Einrichtungen zu erfassen. Die Ansätze haben gemeinsam, dass sie auf die Erfassung der Sozialstruktur abzielen und den Anspruch vertreten, soziale Ungleichheit durch die Verbindung mehrerer Indikatoren in räumlicher Dimension sichtbar zu machen. Auf dieser Grundlage werden Handlungskonzepte diskutiert, um z. B. standortspezifische Ressourcenzuweisung zu begründen.

Grundlegend hat sich die Fachgruppe zusammen mit Volker Kersting (Ruhr-Universität Bochum, Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung) mit folgenden Fragestellungen befasst:

  • Inwieweit kann ein Index als statistische Methode zum Diskurs im Bildungsbereich beitragen?
  • Welche Chancen und Risiken müssen bei der Anwendung einer solchen statistischen Methode beachtet werden?

Aber was genau ist unter einem Bildungsindex zu verstehen? Indizes können in unterschiedlichen Varianten entwickelt werden z. B. als Sozialindex, als Schulsozialindex oder als Bildungsindex. Neben der grundsätzlichen Frage, nach dem Bezugsrahmen, sind auch methodisch einige Herausforderungen zu bewältigen, wie z. B. die Schwierigkeit der theoretischen Fundierung des Indikatorensets, das Problem der Indikatorengewichtung bei der Zusammenfassung zu einem Index sowie die Tatsache, dass es keine festen Regeln zur Auswahl von Indikatoren/ Kennziffern und Berechnungsverfahren gibt.

Um diese Fragen zu beantworten wurde zu Beginn die Vorgehensweise und methodischen Herausforderungen am Beispiel der Stadt Offenbach gezeigt und zur Diskussion gestellt. Anhand dessen haben Volker Kersting und die Gruppe der anwesenden Bildungsmonitoringfachkräfte sowohl theoretisch als auch praktisch unter anderem über das Verhältnis von Sozialraumanalysen und Indexbildung, über Indikatoren- und Kennzahlenauswahl oder über die unterschiedlichen Arten von Indizes (Summenindex, Z-Transformation, Factor-Scores etc.) diskutiert.

Das nächste Treffen der Fachgruppe Bildungsmonitoring wird am 18.06.2019 zum Thema Indikatorenentwicklung und Kennzahlenauswahl stattfinden.

Kontakt

Julia Klausing
Telefon: 069 / 27224-741
E-Mail: julia.klausing@remove-this.transferagentur-hessen.de

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