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Gemeinsames Lernen sichtbar machen: Inklusive Schulbildung im kommunalen Bildungsmonitoring

Art: Fachgruppe
Ort: INBAS GmbH,
Herrnstraße 53,
63065 Offenbach
Datum: 16.08.2018
Uhrzeit: 10:00–14:30 Uhr
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6. Sitzung der Fachgruppe Bildungsmonitoring

Inklusion ist nach wie vor eine bildungspolitische Herausforderung. Bei steigenden Inklusionsquoten stagniert der Anteil der getrennten Beschulung weiterhin. Das Regelschulsystem ist immer noch kein primärer Beschulungsort für alle Kinder und Jugendlichen. Demgegenüber steht eine enorme Vielfalt an Herangehensweisen und Lösungsansätzen sowohl auf Landes- als auch auf kommunaler Ebene. Offen bleibt jedoch, ob die Umsetzung der UN-Konvention zu nachhaltigen strukturellen Veränderungen führt. Das sechste Treffen der Fachgruppe Bildungsmonitoring befasste sich mit der Fragestellung, wie ein kommunales Bildungsmonitoring inklusive Schulbildung sinnvoll sichtbar machen und somit zielführende Diskussionen befördern kann.

Eingangs gab Herr Prof. Dr. Weishaupt einen umfassenden Überblick über die Situation der inklusiven Schulbildung aus schulstatistischer Perspektive. Neben einem grundlegenden Überblick zur historischen Entwicklung des Inklusionsgedankens, den vielfältigen Rechtsgrundlagen und dem Aspekt der Diagnostik wurde die Situation der sonderpädagogischen Förderung innerhalb des deutschen Schulsystems und insbesondere in Hessen und Baden-Württemberg detailliert betrachtet. In Bezug auf die Datengrundlagen stellte er fest, dass es zu den Förderschulen eine deutlich bessere Datenbasis gebe als zu den Inklusionsschulen sowie zu deren Schülerinnen und Schülern. Wünschenswert wären bessere Informationen zu den konkreten Unterrichtsbedingungen an den Einrichtungen, einschließlich der Personalsituation und des Personaleinsatzes. Weitere wichtige Aspekte für ein kommunales Bildungsmonitoring sind die baulichen Bedingungen, die Art der Ganztagsbetreuung, der Einsatz von Integrationshelfern und sonstigem Personal.

Im zweiten Teil des Fachgruppentreffens referierte Rena Tilsner aus der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu Datenzugängen und grundlegenden Fragestellungen und Herausforderungen im Umgang mit Kennzahlen sowie Quoten. Die Teilnehmenden diskutierten anschließend über Berechnungsmöglichkeiten und Interpretationsspielräume, wie z. B. der Erfassung der Vollzeitschulpflicht, dem Umgang mit geringen Fallzahlen oder Fragestellungen zur Relevanz und Darstellung der Fördersituation am Wohnort, um die Versorgung der Kinder einer Kommune mit sonderpädagogischem Förderbedarf ausreichend erfassen zu können.

Das nächste Treffen der Fachgruppe Bildungsmonitoring wird am 06.12.2018 stattfinden.

Kontakt

Julia Klausing
Telefon: 069 / 27224-741
E-Mail: julia.klausing@remove-this.transferagentur-hessen.de