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Bildungsmarketing in Kommunen: Gute Arbeit sichtbar machen!

Art: Seminar
Ort: INBAS GmbH,
Herrnstraße 53,
63065 Offenbach am Main
Datum: 16.08.2017
Uhrzeit: 10:00–15:30 Uhr
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Effektive und gezielte Kommunikation sind Bestandteil erfolgreichen Bildungsmanagements und -koordination in Kommunen. Um weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter für ihre Bildungsvorhaben zu gewinnen, ist es gerade für Fachkräfte in neuen Projekten wichtig, sich bekannt zu machen und sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kommunalverwaltung Kontakte zu knüpfen. Zum Seminar der Transferagentur Hessen am 16. August kamen daher auch fast 30 Teilnehmende aus 15 hessischen Kommunen nach Offenbach.

Werbung machen für Ideen

Carolin Seelmann (INBAS GmbH) führt das Thema ein.
Carolin Seelmann (INBAS GmbH)

In ihrer Hinführung zum Thema unterstrich Carolin Seelmann von der Transferagentur Hessen die Bedeutung einer gemeinsamen Vision für die Umsetzung komplexer Vorhaben wie den Auf- und Ausbau einer kommunalen Bildungslandschaft. So könnten sich alle Beteiligten für gemeinsame Ziele in Kooperationsnetzen zusammenschließen und auf Dauer dafür Verantwortung übernehmen. Diese Ziele böten dann sowohl Orientierung nach innen und im Idealfall auch ein positives Image nach außen. Die Bildungslandschaft werde sozusagen zur "Marke", die von den Erwartungen und Vorstellungen der Akteurinnen und Akteure mit Leben gefüllt und durch Kommunikation und Marketing greifbar werde.

Die Bürgerschaft mitnehmen

Die Leiterin des Fachdienstes "Bürgerbeteiligung und Ehrenamtsförderung" im Landkreis Marburg-Biedenkopf erläutert, welche Möglichkeiten die kontinuierliche Beteiligung der Bürgerschaft bietet.
Ruth Glörfeld (Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Wie man auf diesem Weg die Bürgerinnen und Bürger in einer Kommune möglichst breit beteiligen kann, erläuterte Ruth Glörfeld vom Fachdienst Bürgerbeteiligung und Ehrenamtsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Ausschlaggebend für den Erfolg von Bürgerbeteiligung sei zum einen, die Bürgerinnen und Bürger in ihren Anliegen ernst zu nehmen und nicht als eine rein formelle Angelegenheit zu verstehen. Darüber hinaus sei das Thema nicht zu stemmen, wenn es einfach zusätzlich zur regulären Arbeit "nebenher" laufe; vielmehr sei es unerlässlich, es mit ausreichend Personal und Ressourcen auszustatten. In ihrem Landkreis habe sich zudem gezeigt, dass die Unterstützung durch die Politik eine gute Resonanz ermögliche.

Starke Überzeugungen als Motor

Die Bildungsmanagerin des Lahn-Dill-Kreises erklärt, wie ein Marketingkonzept auch Bildungsprojekte voranbringen kann.
Nicole Brinkmann (Lahn-Dill-Kreis)

Bildungsmanagerin Nicole Brinkmann aus dem Lahn-Dill-Kreis verdeutlichte zu Beginn ihres Impulses, wie sich prominente Markennamen und ihre Slogans bereits tief in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt haben. Im Vergleich zu bekannten Markenprodukten, die neben längeren Zeithorizonten auch über große Werbebudgets verfügten, sähen sich zwei- bis dreijährige Bildungsprojekte mit einer ungleich schlechteren Ausgangssituation konfrontiert. Hinzu kämen oftmals sperrige und unverständliche Projektbezeichnungen, die sowohl nach innen als auch nach außen einen großen Erklärungsbedarf nach sich zögen. Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen Kommunikation sei daher, sich zunächst selber über den zentralen Nutzen seines Projekts klar zu werden und diesen dann mit Überzeugung nach außen hin zu vertreten. Ein gutes Marketingkonzept brauche Zeit, es könne dann jedoch auch als Blaupause für einen Projektplan dienen.

Themen setzen und Botschaften transportieren

Anja Prechel vom Amt für Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Frankfurt gibt gute Tipps und nützliche Hinweise zum Thema Kommunikation
Anja Prechel (Stadt Frankfurt a.M.)

Anja Prechel vom Amt für Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Frankfurt am Main gab den Teilnehmenden nützliche Hinweise und Empfehlungen für die Erstellung von Pressetexten auf den Weg. Essentiell für die (positive) Wahrnehmung im öffentlichen Raum sei es, das besondere Alleinstellungsmerkmal zu verdeutlichen bzw. die Neuheit seines Vorhabens herauszustellen. Die Texte, mit denen man sich und sein Bildungsprojekt vorstellt, sollten nach Möglichkeit immer eine Geschichte erzählen. Auch die verschiedenen Kanäle, auf denen man kommuniziere, spielten eine Rolle.

Insgesamt wurde die Veranstaltung durch zahlreiche Diskussionen und Erfahrungsberichte bereichert. Es hat sich bestätigt, dass die Kommunikation von Bildungsthemen im Zentrum der lokalen Arbeit in den Kommunen steht. Die Transferagentur Hessen plant daher, auch in 2018 weitere Veranstaltungen zu diesem Thema anzubieten.

Kontakt

Carolin Seelmann
Telefon 069 27224-735
E-Mail: carolin.seelmann@remove-this.transferagentur-hessen.de

Marie-Cécile Neumann
Telefon 069 27224-730
E-Mail: marie-cecile.neumann@remove-this.transferagentur-hessen.de