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Zusammenarbeit beim Förderprogramm "Bildung integriert"

Art: Gesprächsrunde
Ort: INBAS GmbH, Herrnstraße 53,
63065 Offenbach
Datum: 15.04.2015
Uhrzeit: 10:30-13:00 Uhr
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Eine erste Gruppe von interessierten hessischen Kommunen kam am 15. April 2015 auf Einladung der Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Hessen nach Offenbach, um die Vorstellungen zum Antrag zu diskutieren. Die moderierte Gesprächsrunde orientierte sich an den inhaltlichen Eckpunkten der Förderung. Angesprochen wurde auch, welche Leistungen die Transferagentur in die Zusammenarbeit im Rahmen der Zielvereinbarung einbringen kann.

Kommunale Ausgangslagen und Strategien unterscheiden sich

Verpflichtend für die Antragstellung bei "Bildung integriert" ist die Entwicklung einer kommunalen Strategie für ein gelingendes Lernen im Lebenslauf im Sinne eines integrierten Bildungswesens. Die Initiative dafür kommt teils aus der Fachebene, teils von der politischen Spitze. Dabei weisen die Ausgangslagen in den Kommunen eine große Bandbreite auf.

Monitoring

Die Vorhabenplanung muss den Aufbau eines Bildungsmonitorings inklusive der Entwicklung einer Bildungsberichterstattung vorsehen. Beim Treffen in Offenbach wurde deutlich, dass neben der Nutzung von Statistikdaten für Planungszwecke und für die Initiierung von Projekten teilweise schon  am Aufbau einer Datenbasis gearbeitet wird. In einigen Kommunen wurden bereits Steuerungsgremien installiert, die ihre Entscheidungen in Zukunft auf Basis der Auswertungen eines Bildungsmonitorings treffen könnten. Viele offene Fragen gab es zum technischen Aufbau von Bildungsmonitoring, zur Entwicklung des Datenmodells und zur Auswahl von Indikatoren. Diese Fragen wurden von einer Expertin beantwortet.

Kooperation der Schlüsselakteure – Bildungsmanagement

Für die Bündelung der Bildungszuständigkeiten und Bildungsaktivitäten in einem gemeinsam verantworteten Bildungsmanagement spielt die nachhaltige und verbindliche Kooperation der Schlüsselakteure eine zentrale Rolle. In den Kommunen bestehen bereits viele Netzwerke, in denen sich Bildungsakteure aus Kommunalverwaltung und nicht-staatlichen Institutionen treffen und zur Arbeit mit ihren Zielgruppen austauschen. Diskutiert wurde, wie die Einbindung von Akteuren aus der Wirtschaft, die Zusammenarbeit von Landkreisen mit ihren Kommunen und die Kooperation mit dem Land im Bereich Schule gelingen kann. Dabei wurde deutlich, dass die strukturelle Anbindung eines Bildungsbüros als operative Einheit des Bildungsmanagements an die Kommunalverwaltung bei der Frage der Beteiligung aller relevanten Akteure eine große Rolle spielt und wohl überlegt werden muss.

Bildungsberatung

In den Kommunen gibt es eine Vielzahl von Aktivitäten und Orten der Familien- und Jugendarbeit, die genutzt werden können, um die im Bereich der Fort- und Weiterbildung vorhandene Bildungsberatungsstruktur entlang der gesamten Bildungsbiografie weiter zu entwickeln und so die Information und Transparenz über Bildungsangebote zu sichern.

Zum Abschluss der Gesprächsrunde äußerten die Teilnehmenden, dass sie sich nun gut gerüstet für die Antragsstellung fühlen. Auch bei der späteren Umsetzung des Vorhabens werden die Kommunen nicht auf sich alleine gestellt sein, sondern werden von der Transferagentur begleitet und unterstützt. Es wurde vereinbart, die Gesprächsrunde in regelmäßigen Abständen fort zu führen, um prozessbezogen Fragen der Strategie, der förderlichen Bedingungen und der Umsetzungshemmnisse beim Aufbau von Kommunalem Bildungsmanagement zu diskutieren. Das Team der Transferagentur wies abschließend noch einmal darauf hin, dass alle Antragsteller rechtzeitig die Möglichkeit der Beratung beim DLR in Anspruch nehmen sollten.

Bildnachweis:

STORCH - Agentur für Pressefotografie, Bad Homburg, www.foto-storch.de

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