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Austausch mit dem Plenum im Anschluss an die Impulsvorträge

Sabine Süß, Leiterin Koordinierungsstelle Netzwerk Stiftungen und Bildung
Sabine Süß, Leiterin Koordinierungsstelle Netzwerk Stiftungen und Bildung

Auf der Veranstaltung seien vier unterschiedliche Wege aufgezeigt worden, wie es zu einer Zusammenarbeit zwischen Stiftung und Kommune gekommen sei, fasste Sabine Süß die große Linie der vorausgegangenen "Impulse" durch Stiftungen und Kommunen zusammen. Dabei sei deutlich geworden, dass den einzelnen Akteuren eine enorme Rolle zukomme und sie mit Herzblut und Weitsicht ihre Ziele verfolgen. Vieles hänge davon ab, den richtigen Moment für die Umsetzung zu finden.

Ergänzend dazu führte Felicitas von Küchler aus, dass sich aus Sicht der Transferagentur Hessen die Zusammenarbeit als ein Bestandteil des Bildungsmanagements darstelle. Auch insofern steht die Transferagentur Hessen als Unterstützung für ein Zusammenkommen von Stiftung und Kommune zur Verfügung. Solle eine funktionierende Kooperation ausgeweitet werden; führe dies erfahrungsgemäß zu Folgeprojekten und weiterer Vernetzung. Die Projektleiterin betonte das Interesse der Transferagentur Hessen an einer stabilen Kooperation mit internen und externen kommunalen Akteuren. Vor allem für externe Partner wie Stiftungen spielten Signale einer kommunalen Willkommenskultur eine erhebliche Rolle.

Teilnehmende verfolgen die Diskussion; im Vordergrund die Impulsgeber Dr. Kenan Önen (Bildung-Kickt gemeinnützige GmbH) und Bürgermeisterin Giselang Stang (Stadt Hofheim)
Teilnehmende verfolgen die Diskussion.

Aus eigener Erfahrung sprach sich die Bürgermeisterin der Kreisstadt Hofheim und Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Hofheim, Gisela Stang, dafür aus, Fehlerfreundlichkeit als ein Element bei der Anbahnung von Kooperationsbeziehungen anzuerkennen. Schwierige Situationen und auch Scheitern solle man einkalkulieren und zum Anlass nehmen, daraus zu lernen. Es sei ein wichtiger Gelingensfaktor des Kooperationsvorhabens, einem Grundvertrauen zu folgen und sich von Misserfolg nicht entmutigen lassen.

Moderatorin Felicitas von Küchler (INBAS GmbH) erteilt das Wort.
Moderatorin Felicitas von Küchler (INBAS GmbH) erteilt das Wort.

Gabriele Mangold, Vorsitzende der Anstoß Stiftung, unterstützte ihre Aussage: Gerade Stiftungen könnten rasch ein Projekt oder etwas anderes finanzieren; mit ihnen können man gut ausprobieren ohne sich durch das Risiko des Scheiterns von der Umsetzung einer Projektidee abhalten zu lassen.

Simone Groos, Programmleiterin bei der Stiftung Zuhören, interessierte sich daraufhin für die konkrete Rolle der Transferagentur bei der Zusammenarbeit von Stiftungen mit Kommunen. Die Unterstützungsleistung der Transferagentur bestünde in der Empfehlung erprobter Zusammenarbeitsmodelle mit Stiftungen, so die Projektleitung von Küchler. Durch die Mitarbeit in Gremien oder Themenschwerpunkte würden Stiftungen die unterschiedlichen Schwerpunkte, Arbeitsformen und Interessen innerhalb der Kommunalpolitik und -verwaltung besser kennen lernen. Für eine gute Kooperation sei es für die Stiftungen wichtig zu verstehen, dass eine Kommune eine sehr heterogene Organisation und kein "monolithischer Block" sei.

Diese Erkenntnis bestätigte Walter Hiller von der Software AG-Stiftung. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Lernen vor Ort brachte die Stiftung über fünf Jahre ihre Expertise in die Kommunalverwaltung der Stadt Offenbach ein und übernahm dabei auch die Rolle der "externen Irritation", indem sie "tabuisierte" Fragen ansprach. Als Stiftungsvertreter habe er Demut gegenüber den Kommunen angesichts deren Fülle an Aufgaben gelernt. Diese wechselseitigen Erfahrungen seien gut und äußerst nützlich gewesen.

Plenum im Giebelsaal des Frankfurter "Haus am Dom"
Plenum im Giebelsaal des Frankfurter "Haus am Dom"

Friedemann Hensgen von der Rittal Foundation wies darauf hin, dass kostspielige Projekte nicht immer die wichtigsten seien. Vielmehr halte er das Interesse der Menschen und z.B. das Engagement von Mitarbeitern für wesentlich. Er verdeutlichte dies an der Renovierung einer Berufsschule, für die in seinem Unternehmen über 100 Mitarbeiter für ein Wochenende gewonnen werden konnten.

Abschließend machte Felicitas von Küchler auf ein zusätzliches Potenzial von Stiftungen aufmerksam: Sie verfügten über spezielle Kompetenzen und hätten ein "Ohr an den Menschen". Diese Feststellung würde auch durch die Veranstaltung selbst klar. So begrüße die Transferagentur die Beispiele guter Zusammenarbeit in Hessen und sehe sich hierbei auch in der Rolle eines Multiplikators, der Gute-Praxis-Beispiele bekannt mache und verbreite. Angesichts des großen Interesses an diesem Termin sei eine Fortsetzung durch die Transferagentur Hessen gut vorstellbar.

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