Zum Inhalt springen

Bildungszugang für Flüchtlinge – Konzepte für die kommunale Koordinierung

Art: Workshop
Ort: Ostpol-Gründercampus,
Hermann-Steinhäuser-Str. 43-47,
63065 Offenbach
Datum: 20.05.2015
Uhrzeit: 12:00-17:00 Uhr
Sprungziele innerhalb dieser Seite:

Mit dem Workshop vom 20.05.2015 traf die Transferagentur Hessen ein Thema, das vielen Kommunen unter den Nägeln brennt. Die Zahl der Flüchtlinge steigt kontinuierlich an, allein für 2015 werden in Hessen 40.000 Asylerstanträge erwartet. Bei einem Blick auf die Top-Herkunftsgebiete (Syrien, Afghanistan, Irak, Eritrea und Somalia) wird deutlich, dass es sich nicht um eine temporäre Situation handelt, sondern dass es um eine dauerhafte Integration dieser Menschen in Deutschland geht. Bildung ist ein wesentliches Mittel dazu, und genau hier sind die Kommunen gefordert, den bei ihnen lebenden Flüchtlingen ausreichende Zugangsmöglichkeiten zu schaffen.

Heterogene Rahmenbedingungen prägen den Bildungszugang

Im Gegensatz zu anderen Bildungszielgruppen spielen bei Flüchtlingen die rechtlichen Dimensionen eine große Rolle. Zu komplexen juristischen Fragen gesellt sich eine Vielzahl an politischen und administrativen Zuständigkeiten, zumal fast alle Bildungsbereiche von der frühkindlichen Bildung bis zur arbeitsmarktbezogenen Qualifizierung betroffen sind. Auch die Flüchtlinge selbst sind eine sehr heterogene Zielgruppe, unter der sich ebenso Menschen mit hoher Qualifikation und Berufserfahrung befinden wie auch Menschen, die keinerlei formale Bildung in ihrem Heimatland erhalten haben.

Wanda Krautter, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Transferagentur Hessen, erläutert die Themenfelder des Workshops.
Wanda Krautter, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Transferagentur Hessen, erläutert die Themenfelder des Workshops.

Kommunale Koordinierung sorgt für abgestimmtes Handeln

Vor Ort sind also zahlreiche Akteure für die Flüchtlinge zuständig: Neben den unterschiedlichen kommunalen Ämtern sind es weitere Behörden, Akteure der Wirtschaft und vor allem auch der Zivilgesellschaft, die sich im Rahmen des ehrenamtlichen Engagements aktiv um die Integration von Flüchtlingen bemühen. In den Kommunen müssen also sehr vielschichtige Abstimmungsprozesse laufen, um Flüchtlingen den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Wie kann man diese Abstimmungsprozesse durch kommunale Koordinierung vereinfachen und effizienter gestalten, um das Ziel eines guten Bildungszugangs für Flüchtlinge zu erreichen?

Workshop zeigt Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen auf

Im Workshop wurden verschiedene Ansätze der kommunalen Koordinierung deutlich, die von formellen kommunalen Steuerungsgruppen mit allen Akteuren über lockere "Runde Tische" oder Arbeitsgruppen reichen. Erfolgsfaktoren sind u.a. eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit und die Einbindung der Verwaltungsspitze. Als Herausforderung stellen sich vor allem die schwierigen finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen dar. Aus diesem Grund wurden vor allem zusätzliche Mittel gefordert, um mehr sprachliche und andere Bildungsangebote professionell anbieten zu können, Beratungsmöglichkeiten zu schaffen und Ehrenamtliche zu qualifizieren.

Teilnehmende in der Diskussion
Teilnehmende in der Diskussion

Kontakt:

Wanda Krautter
Telefon: 069 / 27224-731
E-Mail: wanda.krautter@remove-this.transferagentur-hessen.de


Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Hessen
INBAS GmbH, Herrnstraße 53, 63065 Offenbach

Zum Seitenanfang