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08.05.2020

Förderung innovativer Bildungsprojekte mit Fokus Nachhaltigkeit

Zukunftsträchtige Ideen im Rahmen des UNESCO-Programms "Bündnisse für nachhaltige Entwicklung" (BNE) gesucht – Bewerbung noch bis 28.05.2020 möglich

Mensch mit Hut betrachtet eine Ackerlandschaft durch ein Fernglas.
Wie sieht die Welt von morgen aus? Foto: © Max Kühn/piclease

Wie können wir die Welt von morgen so gestalten, dass wir die 2005 von den Vereinten Nationen ausgerufenen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung erreichen? Die 17 Ziele sind komplex; einfache Rezepte oder gar ein "Königsweg" greifen hier zu kurz. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat daher eine Sonderausschreibung mit einer Gesamtsumme von einer Million Euro gestartet, die sich sowohl an zivilgesellschaftliche Akteure als auch an kommunale Bildungseinrichtungen, Schulen, Bildungszentren, Museen sowie kleine und mittelständische Bildungsdienstleister richtet. Ziel ist es, modellhafte Bildungs- und Kommunikationsprojekte zu Schlüsselthemen einer nachhaltigen Entwicklung zu erproben und in der Praxis zu implementieren. Themen können beispielsweise Mobilität, erneuerbare Energien, Konsum, Stadtentwicklung, Landnutzung oder Biodiversitätsschutz sein. Als Zielgruppen sollen insbesondere Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene berücksichtigt werden. Damit werden Bildungsakteure aus allen Bereichen des Lebenslangen Lernens angesprochen; Elementar- und Schulpädagogik, non-formales und informelles Lernen, Hochschule, Berufsbildung und lebensbegleitendes Lernen sind dabei gleichermaßen adressiert. Projektskizzen im Umfang von 10-15 Seiten (inkl. Kostenkalkulation) können noch bis zum 28. Mai 2020 eingereicht werden.

Partizipation als Kernkompetenz des gesellschaftlichen Wandels

Das Hauptgutachten des "Wissenschaftlichen Beirates der Bunderegierung Globale Umweltveränderungen" benannte bereits 2011 den Gesellschaftsvertrag für eine "große Transformation" als notwendige Bedingung für das Erreichen wesentlicher Nachhaltigkeitsziele wie Klima- oder Biodiversitätsschutz. Die konkrete Ausgestaltung dieses Wandels ist jedoch mit Unsicherheiten, Risiken und Konfliktpotentialen verbunden. Damit trotzdem mögliche Lösungswege für nachhaltige Entwicklung gefunden werden können, müssen zunächst passende Bewertungs- und Handlungskompetenzen in verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen gestärkt werden. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde unterstreicht daher auch: "Die Gestaltung dieser Prozesse ist aber nach wie vor eine Herausforderung, die einer intensiven Begleitung durch Wissenschaft und Bildungsakteure sowie einer praktischen Umsetzung technischer und sozialer Innovationen bedarf." Nach Vorstellung der DBU sollten Ideen für Bildungsansätze in den Projektskizzen kooperative Lösungswege in den Vordergrund stellen und Erkenntnisse der Sozialwissenschaften und der Umweltpsychologie einbeziehen. Die Aufgabenstellung derartiger Bildungsprojekte läge somit darin, den Einzelnen aber auch Gruppen zu befähigen, sich in Transformationsprozesse der nachhaltigen Entwicklung aktiv und gestaltend einzubringen.

Die DBU knüpft mit dem aktuellen Förderprogramm an ein langjähriges Engagement in diesem Bereich an: Über 300 Bildungsprojekte wurden seit 2005 im Rahmen der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) sowie anschließend im gleichnamigen UNESCO-Weltaktionsprogramm (2015-2019) von ihr gefördert.