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Bildung im Gespräch: Die neue Gesprächsreihe der Stadt Kassel

Weiterhin sind viele Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im gesamtgesellschaftlichen Alltagsleben präsent.

Aber in den hessischen Familien kann mit Ferienbeginn wenigstens beim Thema Heimbeschulung aufgeatmet werden. Diesen Zeitpunkt hat auch die Stadt Kassel gewählt, um mit einem Rückblick auf die schulischen Herausforderungen der letzten Monate eine neue Gesprächsreihe zu initiieren. Das neue Format "Bildung im Gespräch" soll regelmäßig regionale Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen zu Bildungsthemen zusammenbringen.

Schule und Corona: die unterschiedlichen Effekte

Gestartet ist die Reihe am 2. Juli 2020 mit dem Thema "Corona – die große Zäsur in der digitalen Bildung?". Diese Frage diskutiert Doro-Thea Chwalek, Mitarbeiterin in der Abteilung Bildungsmanagement und Integration im Amt für Schule und Bildung, in einem einstündigen Video mit verschiedenen Gästen, die jeweils eine andere Perspektive einnehmen. In der ersten Gesprächsrunde geht es um den Austausch über die gewonnenen Erfahrungen aus der Praxis zum digitalen Distanzlernen und um erste Perspektiven für die Zukunft des Lernens sowie den Fortgang der Umsetzung des Digitalpakts für Schulen in Kassel. Denn nicht nur der Schul- und Unterrichtalltag hat sich verändert, sondern auch das, was sonst Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen als Lern- und Begegnungsorte ausmacht. Insofern berührt das Thema Bildungsort viele weitere Lebensbereiche, was während des "Lockdowns" besonders sichtbar wurde.

"Das hat uns durch die Krise gut durchgetragen"

Als Gäste waren Ulrike Gote, Dezernentin für Jugend, Frauen, Gesundheit und Bildung, Bernd Heger, Leiter der Abteilung Schulentwicklungsplanung und IT an Kasseler Schulen, Dirk Nöding, pädagogischer Mitarbeiter des Übergangsmanagements der Stadt Kassel an der Offenen Schule Waldau, Madlen Fleck, Lehrerin an der Grundschule am Wall sowie David Bösl, Sprecher des Stadtschülerrats, geladen. Sie diskutierten, welche Qualität das digitale Lehren und Lernen in den vergangenen Monaten eingenommen hat und wer vermutlich durch den veränderten Lernalltag benachteiligt wurde und wird. Denn die Erfahrungen aus Kassel decken sich mit den Erkenntnissen aktueller Studien: bekannte Bildungsungleichheiten wurden durch die Corona-Pandemie noch einmal verschärft, da teilweise schlechte Rahmenbedingungen wie geeignete Hard- und Software und stabiles Internet sowie mangelnde Kompetenzen bei Lernenden, Eltern und Lehrkräften für den Einsatz digitaler Werkzeuge gegeben sind. Immerhin konnte die Verwaltung selbst durch den Aufbau von datenbasiertem Kommunalem Bildungsmanagement (DKBM) profitieren. Durch die vorab veränderten Strukturen sind in Kassel die ämterübergreifenden Abstimmungsprozesse leichter gefallen, konnte flexibler agiert und schneller reagiert werden, wie auch die Dezernentin Grote im Interview bestätigte.

Mit der neuen Gesprächsreihe geht die Stadt Kassel einen weiteren Schritt zur erhöhten Transparenz des Verwaltungshandelns. Zudem passt das Format mit der Vielfalt an Gästen zum facettenreichen Gesprächsgegenstand "Bildung". Außerdem nimmt es die Errungenschaften der "neuen Normalität" auf, indem es als Video online verfügbar ist. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Serie sind also gelegt, und man darf gespannt sein, welches Thema in der Gesprächsreihe als nächstes behandelt wird.

Als eine von bundesweit 130 und hessenweit elf Kommunen nimmt die Stadt Kassel seit Herbst 2019 am Programm "Bildung integriert" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teil. Die Transferagentur Hessen begleitet die nordhessische Stadt bei ihrem Ausbau des kommunalen Bildungsmanagements.

Weitere Informationen auf der Internetpräsenz der Stadt Kassel:

Mehr Informationen zum Thema auf der Website der Transferagentur Hessen:

Meldung zur Unterzeichnung der Zielvereinbarung mit der Stadt Kassel vom 19.12.2019

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