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Ausschau nach engagierten Kommunen

Interessierte Städte, Gemeinden und Quartiere können sich bis 15.05.2020 für das Programm "Engagierte Stadt" bewerben

Mit den richtigen Leuten an den richtigen Stellen lässt sich einiges bewegen – diese Erfahrung machen wir immer wieder aufs Neue. Um engagierte Menschen aus gemeinnützigen Organisationen, der öffentlichen Hand und Unternehmen auf lokaler Ebene zusammenzubringen, hat das bundesweite Netzwerk "Engagierte Stadt" unlängst eine neue Bewerbungsphase gestartet. Ausgangspunkt ist die Vision solidarischer Gemeinschaften, in den Menschen und Organisationen aus verschiedenen Bereichen des städtischen Lebens nicht einfach nur nebeneinanderher- sondern zusammenarbeiten und gemeinsam Lösungen für lokale Herausforderungen finden. Vor diesem Hintergrund zielt das Programm auf die gemeinsame Förderung und Weiterentwicklung bürgerschaftlichen Engagements und der Beteiligung vor Ort. Hierzu sollen gute Rahmenbedingungen geschaffen sowie sektorübergreifende Zusammenarbeit und das gemeinsame Lernen ausgebaut werden. Vielerorts sind so in den vergangenen Jahren bereits belastbare und gut aufgestellte Netzwerke entstanden. Diese Bemühungen möchte die Initiative der "Engagierten Stadt" weiterhin unterstützen: Förderer sind neben dem Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), die Bertelsmann Stiftung, die Körber-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Breuninger Stiftung, die Joachim Herz Stiftung und die Bethe Stiftung bürgerschaftliches Engagement. In dem bereits laufenden Interessenbekundungsverfahren für die Programmphase 2020-2023 können sich Kommunen noch bis 15. Mai 2020 bewerben. Zur Bewerbung aufgerufen sind Städte, Gemeinden, Bezirke und Stadtteile mit einer Einwohnerzahl zwischen 10.000 – 250.000. Voraussetzung ist eine Kooperation von mindestens drei Partnerinnen und Partnern. Hierzu sollte die Bürgermeisterin, der Bürgermeister oder eine Leitungsstelle aus der Stadtverwaltung gehören. Alternativ kann die Stadtverwaltung die Interessensbekundung auch durch ein Unterstützungsschreiben befürworten.

Unterstützung für das Engagement

Nach einer erfolgreichen Bewerbung beginnt das Programm zum 01.07.2020; ein späterer Beitritt ist jedoch immer noch 2021 bzw. 2022 möglich, wozu erneut Aufrufe veröffentlicht werden. Programmteilnehmende erhalten Zugang zu exklusiven Partnerangeboten wie Veranstaltungen, Fachtagen und Qualifizierungsangeboten. Der Erfahrungsaustausch im Netzwerk beinhaltet ein bundesweites Netzwerktreffen (inklusive Übernahme der Reise- und Übernachtungskosten für zwei Personen plus Bürgermeisterin oder Bürgermeister aus der jeweilig Engagierten Stadt) sowie regionale Treffen Engagierter Städte mit fachlichem Input. Zusätzlich zu kostenfreien (Online-) Qualifizierungsmaßnahmen werden Beratung und Prozessbegleitung für Teilnehmende bereitgestellt. Dabei werden sie durch eine bisherige Engagierte Stadt als Tandempartner bzw. Mentor begleitet. In der Regel besteht ein Tandem aus einer bisherigen Engagierten Stadt der Phasen I (2015-2018) und II (2018-2020) und einer neuen Engagierten Stadt der Phase III (2020-2023). Aus Hessen beteiligen sich bereits die Städte Marburg und Wetzlar an der Initiative.

Programm schon vor der dritten Laufzeit

2015 startete das Programm "Engagierte Stadt" bundesweit in 50 Städten und Gemeinden mit einer Einwohnerzahl von 10.000 bis 100.000. Das BMFSFJ, die Bertelsmann Stiftung, die BMW Stiftung Herbert Quandt, der Generali Zukunftsfonds, die Herbert Quandt Stiftung, die Körber-Stiftung und die Robert Bosch Stiftung investierten insgesamt mehr als drei Millionen Euro. Neu daran war, dass Bürgerengagement in Deutschland erstmalig nicht mit dem Fokus auf bestimmte Projekte oder Organisationsformen, sondern stattdessen lokale Kooperationen unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure gefördert wurden. So setzt "Engagierte Stadt" auf die Lösungskompetenz der Agierenden vor Ort. Im Januar 2018 startete das Programm in eine zweite Phase. Zwischen 2018 und Juni 2020 investierten neben dem Bundesfamilienministerium eine Reihe von Stiftungen weitere zwei Millionen Euro. Von den 2015 gestarteten Engagierten Städten blieben 47 Engagierte Städte Teil des Programms und konnten an den zahlreichen Qualifizierungs- und Netzwerkangeboten teilnehmen. Darüber hinaus hatten sie die Möglichkeit, sich mit ihren Konzepten zur Weiterentwicklung der begonnenen Arbeit zu bewerben. Eine Jury wählte 43 Organisationen aus, die zusätzlich zu der ideellen, auch eine finanzielle Förderung in Höhe von bis zu 30.000 Euro erhielten. In der dritten Phase von 2020–2023 soll das Programm geöffnet und das bundesweite Netzwerk nach und nach auf bis zu 100 Städte, Gemeinden und Stadtteile erweitert werden.

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