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Abschlussimpuls: Kooperation auf Augenhöhe: Bildungspolitischen Herausforderungen gemeinsam auf kommunaler Ebene begegnen

Prof. Dr. Ivo Züchner, Philipps-Universität Marburg

Prof. Dr. Ivo Züchner fasste in seinem Vortrag die Ergebnisse des bisherigen Tages zusammen und ging auf die bildungspolitischen Herausforderungen im kommunalen Raum ein. Er betonte, dass die Kommunen die Orte sind, an denen die Herausforderungen gelebt und Lösungen erarbeitet werden. Im zweiten Teil seines Abschlussimpulses ergänzte er mit Learnings aus dem Evaluationsbericht des BMBF zu Bildung integriert von Ende 2021.

Zentrale Thesen

✓  Zusammenfassend wurde auf die bildungspolitischen Herausforderungen im kommunalen Raum geschaut und für das DKBM noch am Beispiel der demografischen Entwicklung sowie am Beispiel der Rolle der Schulen durchdekliniert.

✓  Im Hinblick auf die Ergebnisse des Evaluationsberichts von Bildung integriert nehmen unter anderem Kooperationsvereinbarungen eine wichtige Rolle ein.

✓  Dabei ist schon der Kooperationsprozess selbst als Mittel zur Begegnung bildungspolitischer Herausforderungen zu begreifen.


Mit Blick auf die bildungspolitischen Herausforderungen im kommunalen Raum fasste Prof. Züchner Inhalte vorangegangener Fokus- und Diskussionsgruppen zusammen. Ein Resümee war, dass Kommunen Orte seien, an denen Krisen und Herausforderungen für Bürger und Organisationen spürbar würden und konstruktive Lösungen gefunden werden müssten. Hier fänden politische Aushandlungsprozesse auf der Mikroebene statt.

Wie diese Herausforderungen von einem kommunalen Bildungsmanagement angegangen werden könnten, betrachtete er mit Hilfe des Abschlussberichts von Bildung integriert und erläuterte die dort identifizierten Erfolgsfaktoren:

  • Das Vorhandensein eines gemeinsamen (Bildungs-)Leitbildes als steuernde und verbindende Funktion innerhalb der Verwaltung
  • Themenbezug und Projektarbeit als zentrale Entwicklungselemente, die auch Engagement erzeugen
  • Vorhandensein wichtiger Instrumente wie die Etablierung eines zentralen Gremiums als Steuerungskreis
  • Ressortübergreifende Zusammenarbeit sowie
  • Übergeordnete Kennzahlen
  • Von besonderer Bedeutung sei dabei die Verbindlichkeit von Kooperationsvereinbarungen.

Am Beispiel des demografischen Wandels und der Schulentwicklung im DKBM problematisierte Züchner, dass bisherige Prognosen Sondereffekte nicht berücksichtigten. Daher plädierte er für eine zukünftige Szenarienentwicklung, die mögliche Sondereffekte berücksichtigt. Hilfreich könnte dafür die Datenlage in den Hochschulen und Kindergärten mit der Politik und den Zivilgesellschaften anzuschauen, so dass sich darauf Veränderungen ableiten lassen, um Strategien im Voraus umfassender zu denken.

Ausgehend von der Definition, dass Kooperation gemeinsame Ziele voraussetzte, mit der Aufgabe von Autonomie einhergehe und auf Augenhöhe im Sinne von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung stattfinde, erklärte Prof. Dr. Züchner im letzten Teil den Kooperationsprozess als ein starkes Mittel zur Begegnung bildungspolitischer Herausforderungen.

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